Brandenburgisches Glas

Brandenburgische Gläser mit geschnittenen Emblemen des 17. und 18. Jahrhunderts

Manche brandenburgische Schnittgläser tragen sinnbildliche Darstellungen, sogenannte Embleme, deren heute oft rätselhafter erster Eindruck von Zeitgenossen vermutlich umstandslos entschlüsselt werden konnte. Embleme illustrierten Verhaltensnormen und Lebensweisheiten und waren besonders auf Flugblättern weit verbreitet. Lediglich in kleiner Stückzahl sind geschnittene emblematische Motive auf Barockgläsern überliefert. Sie zieren einfachere Humpen sowie prachtvolle Pokale: In ihrer Gelehrsamkeit entsprachen sie sowohl den Moralvorstellungen breiter Bevölkerungsschichten als auch den Anforderungen an die höfische Dichtung. 

2018-12-05

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Zylindrischer Humpen mit eingewölbtem Boden und angeschmolzenem Henkel aus farblosem Glas mit vielen Einschlüssen und Schlieren. Die Wandung gegenüber der Henkelseite mit einer grob ...

Kelchpokal aus farblosem Glas, Abriss unverschliffen, getreppte Fußscheibe mit Groteskenfries in Mattschnitt, der Schaft aus Baluster und Nodus zwischen Ringscheiben mit jeweils einer ...

Konischer Becher aus dickwandigem, farblosem Glas, ausgekugelter Abriss, mit einer Figur und Blume in Mattschnitt. Die Wandung trägt oben und unten jeweils einen für die Potsdamer ...

Gruppe von sechs Koppchen aus farblosem Glas, jeweils mit emblematischer Darstellung zwischen Blumengebinden und gegenüberliegender eingeschnittener Inschrift: (1) Fuchs mit einem Hahn im ...

Sogenannte "Kanone" aus farblosem Glas mit rundgestauchtem, massivem Fuß. Auf der konischen Wandung die geschnittene und vergoldete Darstellung eines aufgerichteten Bären mit Krone und ...

Konischer Becher aus farblosem Glas mit vielen kleinen Blaseneinschlüssen, gestauchter Fuß, die Bodenkugel rosettenförmig mattgeschliffen. Auf der Wandung die Darstellung eines ...