Brandenburgisches Glas

Brandenburgische Gläser mit Goldbemalung aus dem 17. und 18. Jahrhundert

Glasmaler waren bis weit ins 18. Jahrhundert hinein an der Potsdamer und Zechliner Hofglashütte beschäftigt. Auch in Grimnitz, Marienwalde und Tornow wurden Hohlgläser durch Bemalung veredelt. Anders als noch im 16. und 17. Jahrhundert war die polychrome Emailmalerei aber zunehmend weniger gefragt und fand nur noch auf weißem Porzellanglas und vereinzelt für volkstümliche Erzeugnisse Verwendung. Die Malerei mit Gold auf der anderen Seite fand ab etwa 1720 vorrangig in Kombination mit Schnitt oder Schliff Verwendung. Eine seltene Ausnahme der barocken Glaskunst in Brandenburg blieb die Veredelung der Gefäßwandung rein durch Goldmalerei. Bei den wenigen überlieferten Beispielen handelt es sich mehrheitlich um farbige Gläser. 

2019-01-30

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Kleiner Humpen aus dickwandigem, durchgefärbt grünem Glas, zylindrischer Gefäßkörper mit angesetztem Ohrenhenkel, mit aufgeglaster Münze, darauf das Reliefporträt König Friedrich ...

Pokal aus kobaltblauem Glas mit gewölbtem Fuß (mit Reparatur und aufliegendem Metallband) mit Heftnarbe; Schaft mit hohlem Knauf zwischen kleineren Nodi. Kuppa mit markantem Rippenkorb ...

Kleine Kanne aus opakem, schwarzem (dunkelrotem) Glas mit einem aus aufgelegtem Blattgold radierten Dekor aus Laubranken mit Blüten und Fruchtgehängen. Schmaler Fuß. Bauchiges Gefäss ...

Pokal aus dickwandigem Rubinglas, flach ansteigender Scheibenfuß ohne Dekor, wabenfacettierter Balusterschaft zwischen zwei Nodi, der massive Ansatz der Kuppa ebenfalls wabenfacettiert und ...

Trinkschale mit abgerundet ansteigender Wandung und zugehöriger Untertasse aus dickwandigem, opakschwarzem Glas, beide mit angeschmolzenem Standring und Abrissnarbe. Alle Ränder verwärmt ...