Brandenburgisches Glas

Schiffchen für Konfitüre oder Konfekt

Fußschale aus farblosem Glas, breiter, leicht ansteigender Glockenfuß der von unten konzentrisch mit Oliven und Kerben beschliffen ist. Der massive Rundbalusterschaft mit Kehlschliff ist zellenfacettiert. Vermutlich formgeblasene, schiffchenförmige Kuppa mit vertieftem Rundbogendekor am Ansatz und Palmetten an den Breitseiten des Mündungsrandes, ebenso die hochgezogene Palmette an der Stirnseite, von hand überarbeitet. Die Schale, auch als Schiffchen bekannt, ist Vorbildern aus Schlesien nachgebildet (vgl. Zoedler, Schlesisches Glas, 1996, Abb. 8, S. 198; Klesse/Mayr, Veredelte Gläser, 1987, Kat. 126; Klesse/Saldern, 500 Jahre Glaskunst, 1978, Kat. 132f., S. 191). Lediglich der kräftige Schaft steht gegenüber den eleganteren, schlesischen Formen noch in brandenburgischer Tradition. Das Glas wurde am 27.03.1890 aus der Stroppschen Sammlung in Ruppin zusammen mit einer nahezu identischen vergoldeten Konfektschale (Inv. Nr. SM 2017-0030) für das Museum erworben. [Verena Wasmuth]

(Objekt aus: Stiftung Stadtmuseum Berlin Originaleintrag)

Material/Technik ...

Glas / geblasen, geformt, geschliffen

Maße ...

Höhe: 14,8 cm; Durchmesser: 9,3 cm