Die Pfalz im Ersten Weltkrieg

1914-1918. Die Pfalz im Ersten Weltkrieg

Eine virtuelle Ausstellung über die Pfalz im Ersten Weltkrieg.

Das Historische Museum der Pfalz hat von 2014 bis 2017 innerhalb seiner Sammlungsausstellung "Die Neuzeit" den Ausstellungsteil zum Ersten Weltkrieg in Form eines "Historischen Schlaglichts" neu präsentiert. Diese Ausstellung, die 2017 abgebaut wurde, ist hier virtuell nachgebildet. Ausgangspunkt ist eine in der Zeit des Ersten Weltkrieges angelegte "Kriegssammlung" wie man sie in ganz Deutschland direkt nach Kriegsbeginn zu Dokumentationszwecken anlegte. Die aufgearbeiteten Daten dieser Sammlung und vieler weiterer Exponate flossen sukzessive in die über das oben stehende Bild verknüpfte Datenbank und können für Recherchezwecke genutzt werden. Erstmals wird damit die bis dahin weitgehend unbekannte Sammlung wichtiger Zeitzeugnisse der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Es handelt sich u.a. um Plakate aus den besetzten Gebieten Belgiens und Frankreichs, um Druckschriften, Kriegspostkarten und Erinnerungsgegenstände.

Die bayerische Pfalz war im Ersten Weltkrieg kein unmittelbares Kriegsgebiet. Wegen der Nähe zur Westfront wurden jedoch viele Kriegslazarette errichtet, außerdem lief durch die Pfalz ein beträchtlicher Teil des militärischen Nachschubs. Ab 1915 stellte die heimische Industrie verstärkt auf Kriegsproduktion um. Der Bedarf an Nahrungsmitteln konnte während des Krieges nur unzureichend gedeckt werden. Im Gefolge der Niederlage von 1918 wurde die Pfalz besetzt, was manche Bedrückungen für die Zivilbevölkerung mit sich brachte. Für die Zeit nach 1918 veröffentlicht das Historische Museum der Pfalz ab Mai 2019 an dieser Stelle eine weitere virtuelle Ausstellung unter dem Titel "Zeitenwende am Rhein. Die Pfalz 1918 bis 1930".

[Ludger Tekampe, 2019]

2019-05-03