Die Pfalz im Ersten Weltkrieg

Der Krieg der Anderen

In vielen pfälzischen Berichten und Feldpostbriefen war immer wieder davon die Rede, wie froh man sein müsse, dass die Pfalz kein unmittelbares Kriegsgebiet geworden sei. Soldaten, die dies nach Hause schrieben, kannten die verheerenden Wirkungen des Krieges aus eigenem Erleben insbesondere an der Westfront. Entlang der 750 km langen Frontlinie von der Nordsee bis zur Schweizer Grenze waren Dörfer, Städte und ganze Landstriche in unbewohnbare Kraterlandschaften verwandelt worden. Nicht nur die Leiden der Soldaten auch die der Zivilbevölkerung hatten kaum vorstellbare Ausmaße angenommen. Wegen der strikten Zensurbestimmungen bekam man davon in Deutschland wenig mit. Die Erbitterung über die im eigenen Land erlittenen Kriegsschäden veranlassten Frankreich und Belgien 1919 dazu, von Deutschland im Versailler Friedensvertrag hohe Reparationsleistungen zu fordern.

2019-05-07

Objekte zum Thema ...

Bekanntmachung "Umgang mit Kriegsgefangenen", 1915
(Historisches Museum der Pfalz - Speyer)

Die Bekanntmachung von 1915 richtet sich gegen den Kontakt von Einheimischen mit ausländischen Kriegsgefangenen. Kriegsgefangenen dürfen u.a. keine Nahrungsmittel übergeben werden.

Werbeplakat für eine Kriegsanleihe
(Historisches Museum der Pfalz - Speyer)

Der Krieg wird mit Krediten finanziert, die der Staat bei den Bürgern aufnimmt. Zwischen 1914 und 1918 werden in Deutschland neun solcher Kriegsanleihen aufgelegt.

Werbeplakat für Kriegsanleihen
(Historisches Museum der Pfalz - Speyer)

Der Krieg wird mit Krediten finanziert. Mit einem solchen Plakat will man insbesondere die skeptische Landbevölkerung überzeugen, Kriegsanleihen zu zeichnen.

Propagandaplakat "Die brennende Wunde Frankreichs"
(Historisches Museum der Pfalz - Speyer)

Ein Plakat aus der Endphase des Kriege, um 1917. Die Angst vor dem Einmarsch feindlicher Truppen sollte damit genährt werden.

Plakat in Brüssel, Belgien, 1915
(Historisches Museum der Pfalz - Speyer)

Wandanschlag in deutscher, niederländischer und französischer Sprache Der General-Gouverneur des besetzten Belgiens, Freiherr von Bissing, veröffentlicht am 20. Oktober 1915 die ...

Plakat in Brüssel, Belgien, 1915
(Historisches Museum der Pfalz - Speyer)

Wandanschlag in deutscher, niederländischer und französischer Sprache Herausgegeben vom General-Gouverneur des von Deutschland besetzten Belgiens, Freiherr von Bissing, am 5. Juli 1915 ...

Plakat in Haubourdin, Frankreich, 1915
(Historisches Museum der Pfalz - Speyer)

Der Ortskommandant verkündet die zweimonatige Gefängnisstrafe für Émile Boidin wegen Weizendiebstahls. Wandanschlag in französicher Sprache Mitteilung (bzw. Bekanntmachung) Der ...

"Letzte Kriegsnachrichten"
(Historisches Museum der Pfalz - Speyer)

Wandanschlag in deutscher und französischer Sprache. Veröffentlicht im von Deutschland besetzten Gebiet im Westen (wahrscheinlich Frankreich, da zweisprachig), 15. Februar ...