Brandenburger Fotografinnen und Fotografen

Bernd Maywald

 

Bernd Maywald, 1936 in Berlin geboren, studiert Maschinenbau und arbeitet auf einem Prüfstand für Strahltriebwerke im Industriewerk Ludwigsfelde. Hier gründet er eine Amateurfilmgruppe. Seine Leidenschaft macht er zum Beruf und geht als Tonassistent zum Fernsehen in Berlin-Adlershof. Er wird Film- und Mischtonmeister, studiert in Potsdam-Babelsberg Regie und bleibt als Regisseur zwanzig Jahre lang beim Fernsehen. Im Jahr 1972 kauft Maywald eine Paltrockwindmühle in Saalow bei Zossen, die er restauriert. Eine neue Leidenschaft ist geweckt und wird mit vollem Engagement kultiviert. Zu Beginn der 1980er Jahre gehört er zu den Begründern des Mühlenaktivs (später Arbeitskreis Mühlen) beim Kulturbund der DDR, Zentraler Fachausschuss technische Denkmale, und leitet dieses einige Jahre.

Neben seiner Arbeit für die Erhaltung von Mühlen macht er die Prüfung zum Müllergesellen. Freiberuflich berät er als Denkmalpfleger Kommunen, Institutionen und Mühleneigentümer, die sich um eine landesweite denkmalpflegerisch ausgerichtete Erhaltung von Mühlen bemühen. Federführend ist er an der Erstellung und Herausgabe der 1982 erscheinenden Publikation „Wind- und Wassermühlen als technische Denkmale. Die Mühlen in Geschichte und Gesellschaft“ (Hrsg. Kulturbund der DDR, Gesellschaft für Denkmalpflege) beteiligt, in der erstmals zusammenfassend eine bewertende Übersicht zu Mühlen als technische Denkmale gegeben wird. In diesem Zuge entstehen in weit über 20jähriger Arbeit dokumentarische Aufnahmen von Mühlen in der DDR, die von einem umfangreichen Schriftwechsel und einer gutachterlichen Tätigkeit flankiert werden. Die Bildwerke sind Dokumente des bürgerlichen Engagements in der DDR, da sie oftmals Mühlen zeigen, die vor Jahrzehnten als Ort handwerklicher Tätigkeit aufgegeben wurden und verfielen, aber durch örtliche Initiativen unter oftmals widrigen Rahmenbedingungen erhalten werden konnten.

Die hier zu sehenden Aufnahmen befinden sich in der Sammlung der Mühlenvereinigung Berlin-Brandenburg e. V.

2019-01-10

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