Industriekultur in Sachsen

Druck, Medien und Papier

Sachsen versteht sich als Medienstandort mit Tradition. In erster Linie wird vor allem Leipzig mit Druckmedien in Verbindung gebracht. Bereits in der Reformation war die Region ein Zentrum des Drucks von Büchern und Flugblättern. Die Messe- und Universitätsstadt Leipzig entwickelte sich zum Zentrum deutschsprachiger Verlage mit einer weltweit einzigartigen Konzentration von Verlagen, Druckereien, Buchbindereien, Buchhändlern und anderen Dienstleistern rund ums Buch im Graphischen Viertel. Um 1900 kam jedes fünfte deutsche Buch aus Leipzig, jeder zehnte Leipziger war in dem Gewerbe beschäftigt.

Erbe dieser Entwicklung sind Institutionen wie die Deutsche Nationalbibliothek, die Deutsche Zentralbücherei für Blinde oder die Hochschule für Grafik und Buchkunst als bis heute anerkanntes Zentrum für Buch- und Medienkunst sowie die Leipziger Buchmesse als wichtigste Lesermesse im deutschsprachigen Raum. Historische Technik wird in Museen als Teil des Erbes bewahrt, Künstler nutzten wieder historische Drucktechniken und bewahren dadurch das Druckhandwerk und entwickeln es weiter.

Aktuell sind noch keine Objekte in diesem Themenbereich verknüpft, dies ist aber in Vorbereitung. Gern können auch Vorschläge unterbreitet werden, damit das Themenportal die ganze Fülle der sächsischen Industriekultur widerspiegeln kann.

2020-09-15