Heimat im Krieg 1914-1918

Eisernes Herz - kriegswirtschaftliche Strukturen in der Region

Die gesamte Wirtschaft wird auf die Erfordernise des Frontbedarfes umgestellt, Mitteldeutschland wird ein Zentrum der Rüstungsindustrie.

"28.4.1917 Franzosentod Glück auf"
Kesselwagenbeschriftung auf dem ersten Ammoniakwasserzug des Leunawerkes

Weite Teile der heutigen Bundesländer Sachsens und Sachsen-Anhalts sind bereits vor Kriegsbeginn industrialisiert. Neben einer mechanisierten Landwirtschaft sind Bergbau und metallverarbeitende Industrie Säulen der regionalen Wirtschaft.

Mit Kriegsbeginn steigt Mitteldeutschland zu einem Produktionszentrum militärischer Güter auf. Die Magdeburger Unternehmen Polte und Krupp-Gruson stellen Munition für Gewehre und Artillerie her. Auch Junkers in Dessau passt sein Angebot dem Frontbedarf an. Nun zählen Feldküchen, Feldbäder, Zünder und Geschosse zur Produktpalette. Neugründungen wie das Reichsstickstoffwerk Piesteritz oder die Ammoniakwerke Leuna-Merseburg beliefern die Rüstungsindustrie mit chemischen Erzeugnissen für die Waffenherstellung. Im Mansfelder Land werden besonders kriegswichtige Metalle wie Kupfer und Silber erzeugt.

Die Rekrutierung männlicher Arbeitskräfte für den Fronteinsatz bleibt nicht ohne Folgen. Um den Anforderungen an die Massenproduktion von Rüstungsgütern nachzukommen, stellen die Unternehmen zunehmend Frauen, Kriegsgefangene und Jugendliche ein. Ab 1917 werden sogar schulentlassene Kinder unter 14 Jahren eingestellt.

Für die Kriegsfinanzierung leiht sich der Staat mit Hilfe von Kriegsanleihen bei seinen Bürgern Geld. Für die dadurch entstandene Schuldenlast sollen nach siegreicher Beendigung des Krieges die Feinde aufkommen. Die deutsche Kriegsniederlage macht dies jedoch unmöglich. Millionen Bürger verlieren ihre kompletten Ersparnisse.

2016-10-13

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Eine Sammlung von Dia-Positven (64 Stück) wurde aus dem Archiv des Eisenhüttenwerkes Thale in das Hüttenmuseum Thale übernommen. Anläßlich des 25jährigen Dienstjubiläums von Dr. ...

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Merseburg, Metallsammlung im 1. Weltkrieg (Turnhalle?)

VS: Ermsleben a/ Harz; Gutschein über 50 Pfennig; Ermsleben a. Harz, den 1. Oktober 1918; Der Magistrat; 3 hdschr. Uschr.; 2 Stempel rot: "Der Magistrat zu Ermsleben"; Perforation: ...

VS: Ermsleben a/ Harz; Gutschein über 25 Pfennig; Ermsleben a. Harz, den 1. Oktober 1918; Der Magistrat; 3 hdschr. Uschr.; 2 Stempel rot: "Der Magistrat zu Ermsleben"; Perforation: ...

VS: Ermsleben a/ Harz; Gutschein über 10 Pfennig; Ermsleben a. Harz, den 1. Oktober 1918; Der Magistrat; 3 hdschr. Uschr.; 2 Stempel rot: "Der Magistrat zu Ermsleben"; Perforation: ...

Gutschein der Stadt Eisleben; 50; Fünfzig Pfennig; Dieser Gutschein wird bis zum Ablaufe der Gültigkeit von allen städtischen Kassen und Banken in Eisleben eingelöst; Eisleben, den ...

Gutschein der Stadt Eisleben; 10; Zehn Pfennig; Dieser Gutschein wird bis zum Ablaufe der Gültigkeit von allen städtischen Kassen und Banken in Eisleben eingelöst; Eisleben, den 1. ...

Gutschein der Stadt Eisleben; 5; Fünf Pfennig; Dieser Gutschein wird bis zum Ablaufe der Gültigkeit von allen städtischen Kassen und Banken in Eisleben eingelöst; Eisleben, den 1. ...

Vorderseite: Stadt Burg, Bez. Magdeburg; 20 Mark; Gültig nur in der Stadt Burg, Bez. Magdeburg, Burg, den 1. Dezember 1918; Der Magistrat, 2 Unterschriften; Abb.: Mitte ...

Vorderseite: Stadt Burg, Bez. Magdeburg; 10 Mark; Gültig nur in der Stadt Burg, Bez. Magdeburg, Burg, den 1. Dezember 1918; Der Magistrat, 2 Unterschriften; Abb.: Mitte ...

Vorderseite: Stadt Burg, Bez. Magdeburg; 5 Mark; Gültig nur in der Stadt Burg, Bez. Magdeburg, Burg, den 1. Dezember 1918; Der Magistrat, 2 Unterschriften; Abb.: Mitte ...

Vorderseite: 50 Pfennig, zahlt die Stadthauptkasse zu Burg dem Einlieferer dieses Scheines. Burg. Bez. Magdeburg, den 1. Oktober 1918; Der Magistrat, 2 Unterschriften; Gültig bis 3 ...

Vorderseite: 25 Pfennig, zahlt die Stadthauptkasse zu Burg dem Einlieferer dieses Scheines. Burg. Bez. Magdeburg, den 1. Oktober 1918; Der Magistrat, 2 Unterschriften; Gültig bis 3 ...

Vorderseite: 25 Pfennig, zahlt die Stadthauptkasse zu Burg dem Einlieferer dieses Scheines. Burg. Bez. Magdeburg, den 1. Oktober 1918; Der Magistrat, 2 Unterschriften; Gültig bis 3 ...

Die Vorderseite zeigt unter der Inschrift „IN EISERNER ZEIT“ eine kniende Frau, die in ihrer linken Hand eine Kette mit Anhänger und in der rechten Hand ein Schmuckkästchen hält. ...

Die Klangschale besteht aus einem konischen Stahlgusskörper, gefertigt aus einer Seemine. An dem größeren Durchmesser ist ein klöppelähnliches Gussteil angeschweißt. Unter dem Motto ...

Bratpfanne, Eisenblech gepresst mit angenietetem Griff, an drei Stellen fixiert. Stielpfannengriff mit motivischer Gestaltung (Soldat bewaffnet / Hausfrau mit Pfanne, einander die Hand ...

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Es handelt sich hierbei um eine dreigeteilte Holzsohle, die für einen Schuh als Ersatzsohle dienen sollte. Ein 4 cm breites Mittelteil ist aus der Sohle herausgetrennt und auf der ...

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Eine einzelne Holzsandale (rechts); Vorderteil: schräger, aus 2 Teilen bestehender Lederriemen, über den Rist; Hinterteil: Factis (Presspappe mit aufgeklebtem Papierschnurgeflecht) daran ...

Kleines Plakat mit Aufruf zur Kleiderspende; wahrscheinlich 1. Weltkrieg

Farbiges Plakat mit Aufruf zum Sammeln von Obstkernen; Handschriftliche Eintragung: "Sammelstelle Große Burgstraße 15" sign.: Gipkens

Plakatähnliches Hinweisschild (schwarz/weiß/rot) zum Zeichnen der Kriegsanleihe; Text: "Hier zeichnet man die Kriegsanleihe. Schluß: Dienstag, den 20. November" Signiert: Bernhard

Großformatiges Werbeplakat zum Zeichnen von Kriegsanleihen; Der Text lautet: "Landwirte! Bauern! Pferde Fahrzeuge Geschirre Feldbahngerät Motorlokomotiven Kraftfahrzeuge Futtermittel u.a. ...

Farbiges Plakat mit Aufruf zur Obstkernsammlung. Text: "Sammelt Obstkerne zur Ölgewinnung Nächste Sammelstelle: Kriegsausschuß für Öle und Fette Berlin W" Sign.: Gipkens

Farbiges Plakat mit Aufruf zur Gummisammlung während des ersten Weltkrieges. Der Aufruf lautet: "Gummisammlung vom 12. Oktober bis 20. November 1916. Sammelstellen: ...

Farbiges Plakat mt Aufruf zur Metallspende. Der Text: "Aluminium Kupfer Messing Nickel Zinn ist genug im Lande! Gebt es heraus - das Heer braucht es!" Sign.: Louis Oppenheim

Plakat (schwarz/weiß/rot) mit Aufruf an die Bevölkerung. Der Text: "Sammelt Obstkerne zur Oelgewinnung! Jeder Kern ist wichtig! 1000 Kilogramm Steinobstkerne ergeben 50 Kilogramm ...

Farbiges Plakat mit Sammelaufruf an die Bevölkerung. Eine Initiative der Reichsfuttermittelstelle. Der Text: "Sammelt Eicheln und Kastanien und schickt sie durch Eure Kinder in die Schule ...

Farbiges Plakat mit Sammelaufruf an die Bevölkerung. Der Text: "Sammelt die Obstkerne und schickt sie durch Eure Kinder in die Schule oder an die nächste Sammelstelle! Kriegsausschuß f. ...

Die Bratpfanne wurde aus gepresstem Eisenblech mit ebenfalls gepresster Inschrift, am oberen Pfannenrand umlaufend, Großbuchstaben: "GAB KUPFER FÜR DAS EISEN HIN / IM WELTKRIEG 1916 / DER ...

Hierbei handelt es sich um eine Präsentationsmappe, in der die Qualitätsarbeit in den Junkers Werken dokumentiert wurde. Es werden Entwicklungen des Flugzeugbaus vom ersten Versuchsbau, ...

Foto im Querformat, Motiv: vier Frauen in langer Kleidung stehen vor eine großen Berg Holzscheite. In der Hand halten drei von ihnen eine Hammer, eine Frau stützt sich auf eine Schaufel. ...

Bald nach Beginn des Ersten Weltkrieges setzte nicht nur eine Verknappung der Lebensmittel ein, sondern auch eine Verknappung aller wichtigen Rohstoffe. Daher musste auf Ersatzstoffe ...

Bald nach Beginn des Ersten Weltkrieges setzte nicht nur eine Verknappung der Lebensmittel ein, sondern auch eine Verknappung aller wichtigen Rohstoffe. Daher musste auf Ersatzstoffe ...

Die Kriegsbanknotentasche war Privatbesitz der Lehrerin Charlotte Lindner (1879 -1966) aus Zörbig. Sie war Apothekertochter, ohne Geschwister und im Vorstand des Heimatvereins Zörbig und ...

Unter dem Motto "Tragt Holzsohlen. Die Ledersohlen brauchen unsere Krieger" werden im Ersten Weltkrieg zur Schonung der Schuhe Holz- und Pappsohlen hergestellt.

Quittung für die Spende von Goldschmuck für Frau Maul aus Zörbig. Spenden von Edelmetallen wurden besonders von den Frauen erbeten. Es wurde zwar zu freiwilligen Spenden aufgerufen, ...

Zur Unterstützung der Befreiungskriege gegen Napoleon verfasste die Schwägerin des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. (1770 – 1840) Marianne von Preußen (1785 - 1846) im März ...

VS: GUTSCHEIN über Fünfundzwanzig Pfennig; Aschersleben, 14. April 1917; Der Magistrat, 2 hdschr. Uschr; diagonal in den Ecken: Symbol "Stadtwappen" und 25 Pfennig; Nr. B ...

Kleinformatiges Plakat (schwarz/gold/weiß) mit Aufruf für Gold- und Juwelenspende; datiert: 1. Februar 1917

Als Dank für Spenden im Ersten Weltkrieg wurden aus Eisen neben Medaillen und Anstecker die vielfältigsten Artikel hergestellt, so in Stendal 1914 ein kleiner Vaterlands-Dank-Ring mit der ...