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VEDVTE DI ROMA DISEGNATE ED INCISE DA GIAMBATTISTA PIRANESI ARCHITETTO VE(NE)ZIANO

  

SPSG, KPM-Archiv (Land Berlin)

Das im KPM-Archiv (Land Berlin) befindliche Konvolut der Romansichten („Vedute di Roma“) gehört seit 1766 zum graphischen Sammlungsbestand der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin. Piranesi begann die Radierfolge ab 1748 und führte sie bis zu seinem Tod 1778 fort. Sie wurden als Einzelblätter oder als Folgen verkauft, wobei die Druckplatten immer wieder überarbeitet wurden und sich deshalb unterschiedliche Druckzustände einzelner Motive dieses Werkes nachweisen lassen. Von den insgesamt 50 vorhandenen Radierungen dieser Folge im Besitz des KPM-Archivs weisen 34 Blätter einen frühen (Druck-)Zustand auf, das heißt sie zeigen keine Spuren späterer Überarbeitungen und dürfen deshalb den ersten Druckausgaben der „Vedute di Roma“ zugeschrieben werden.  

Im Einnahme- und Ausgabebuch der KPM Berlin ist verzeichnet, dass das Konvolut am 6. Januar 1766 angekauft wurde. Das Geld für die "Prospecte" erhielt der Galeriedirektor Matthias Oesterreich. Ob dieser die Radierungen auf der Leipziger Messe oder vielleicht aus der Stichsammlung Gotzkowskys erworben hatte, der im selben Jahr aus Geldnot seine Gemäldesammlung veräußerte, muss ungeklärt bleiben.  

Die einzigen bekannten zwei Umsetzungen von Piranesi-Radierungen auf Berliner Porzellan lassen sich auf einer Kaffeekanne nachweisen, die sich heute im Museum für Kunst und Kunstgewerbe, Hamburg befindet. Bei der Umsetzung auf Porzellan wird deutlich, dass es der KPM nicht darauf ankam, Piranesi getreu zu kopieren. Vielmehr stellte sie seine dekorativen Qualitäten heraus. Es ging nicht um eine genaue Zuordnung der antiken Gebäude, sondern um eine malerische Komposition von Landschaft, Ruinen und Figurenstaffage ganz im Sinne des dekorativen Verständnisses des Rokokozeitalters.

 

2019-08-22

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