Carl Friedrich Ludwig Plümicke (1791-1866)

Die Fossilien und Mineralien des Kupferschiefers

Auswahl an Mansfelder Fossilien und Mineralien als Lehrmaterial an der Eisleber Bergschule

Der Kupferschiefer entstand aus einer faulschlammähnlichen Ablagerung, die vor etwa 258 Mio. Jahren am Ende der Permzeit gebildet wurde. Zahlreiche Wasser- und Landlebewesen sanken in ihm ein und wurden bis heute konserviert. Bekannt wurde der Kupferschieferhering, der zugleich der häufigste gefundene Fisch ist. Aber auch Raubfische und Haiartige fanden sich. Vom Landleben zeugen Zweige von Nadelbäumen, aber auch Ginkgoblätter und kleine Farnwedel. Sehr seltene Funde von Reptilien dokumentieren das Leben an Land, von denen ein Gleitflugreptil das älteste bekannte Wirbeltier ist, welches den Luftraum erobern konnte.

Der Kupferschiefer verdankt seine Metallführung metallreichen Tiefenwässern. Neben dieser bedeutsamen Vererzung wurden in Störungszonen, den sogenannten „Rücken“, hydrothermale Mineralbildungen angetroffen. Diese hatten aber nur geringe wirtschaftliche Bedeutung. Durch natürliche Lösungsvorgänge in den über dem Kupferschiefer liegenden Anhydrit-, Gips- und Steinsalzschichten kam es zur Ausscheidung von Gipskristallen. Sie wurden in natürlichen Hohlräumen (Schlotten) und in Grubenbauen gefunden.

2016-10-13

Objekte zum Thema ...

Palaeoniscum freieslebeni
(Museum Schloss Bernburg)

Die mitteleuropäischen Kupferschieferablagerungen des Zechsteinmeeres enthalten häufig Reste von "Schmelzschuppenfischen". Am bekanntesten ist die Gattung Palaeoniscus. Sie waren ...