Aufklärung in Sachsen-Anhalt

Freizeit und Arbeit

Freizeit war für den größten Teil der Bevölkerung zur Zeit der Aufklärung kein Thema.

Freizeit im heutigen Sinne war für das Gros der Bevölkerung im 18. Jahrhundert kein Thema, da man mit der Grundsicherung des Lebensunterhaltes beschäftigt war. Dennoch erweiterte sich der Kreis derjenigen, die an Bildung und Kultur teilhatten. Zugleich diente diese Teilhabe, nicht anders als heute, auch als Mittel sozialer Distinktion. Neue Formen von Geselligkeit, wie Salons oder Lesegesellschaften entstanden. Sowohl Adelige als auch Bürgerliche verbrachten Zeit mit aufkommenden Gesellschaftsspielen wie z. B. Schach oder auch Kartenspielen. Wer es sich leisten konnte besuchte Theater- und Opernaufführungen. Und man las – besonders gerne schöne Literatur, die immer auch moralisch-lebensweltliche Fragen berührte.

Was die Arbeit betrifft so findet man den größten Teil der Bevölkerung des 18. Jahrhunderts als Tätige in der Landwirtschaft oder im Gewerbe. Im Verlauf des Jahrhunderts entwickelten sich allerdings neue Formen von Arbeit. In den Städten entstanden nach und nach Manufakturen und Fabriken, Stichwort „Protoindustrialisierung“. Im deutschsprachigen Raum nahm besonders die Heimarbeit zu. Ebenso wie in der Landwirtschaft waren Frauen und Kinder auch hier selbstverständlich in die Produktion mit eingebunden.

Viele Angehörige des Bürgertums waren abhängige Beamte oder auch selbstständig als Unternehmer tätig. Die meisten Adeligen bezogen dagegen Einkommen aus ihrem Grundbesitz, allerdings fanden sich auch unter ihnen zunehmend Manufaktur- oder Fabrikbesitzer.

2018-06-28

Objekte zum Thema ...

Hennrich Christoph Rudolph Friedrich
(Museum Schloss Bernburg)

Hüftporträt des Münzmeisters H.C.R. Friedrich frontal, der Dargestellte in dunklem Rock. Haare gepudert, weißes Hemd, die rechte Hand hält einen Prägestempel, die Linke stützt einen ...

Erbprinz Friedrich Albrecht in Bergmannstracht
(Museum Schloss Bernburg)

Hüftporträt von F.A. v. Anhalt Bernburg (1735-1796) frontal in dunkelblauer goldgestickter Bergmannstracht und weißem Hemd. An der Kappe eine rote Blume, Haare gepudert, Hände in die ...

Bildnis des Johann Friedrich Meckel
(GLEIMHAUS Museum der deutschen Aufklärung)

Meckel, Johann Friedrich (1714-1774), Professor für Anatomie, Geburtshilfe und Botanik in Berlin. Brustbild nach rechts hinter ovaler Maueröffnung. Davor auf Grasboden efeubewachsene ...

Johann Hennrich Naumann
(Museum Schloss Bernburg)

Hüftporträt von J. H. Naumann nach rechts, der Dargestellt in dunkelblauer Bergmannsuniform. Haare braun, Zopf, Schleife, bestickte Weste und rote Weste, in der halb erhobenen rechten ...

Zunftbecher der Bader-Innung zu Merseburg
(Kulturhistorisches Museum Schloss Merseburg)

Die Merseburger Bader-Innung ist seit 1678 belegt. Der Zunftbecher der Bader-Innung zu Merseburg wurde 1720 für deren Zunftmeister Peter Borger angefertigt. Er besteht aus einem ...

Rechnungsbuch der Bäckergilde
(Heimatmuseum Osterwieck)

Rechnungs Buch der Löblichen Becker Gielde Anno 1767 Rechnungsbuch der Jahre 1767 bis 1804 der örtlichen Bäckergilde. Geführt von jährlich wechselnden Personen.

Backmodel für Honigkuchen
(Museum ALTE MÜNZE)

Backmodel für Honigkuchen, zweiseitig runde Ornamentik.

Petschaft der Seilerinnung
(Museum Schloss Bernburg)

Einfacher Holzgriff. Siegelplatte aus Messing. Bekröntes Wappen. Umlaufender Text: DAS HANTWERCK DER SEILER ZV BERNBVRG 1749

Richtschwert
(Altmärkisches Museum Stendal)

Dieses Richtschwert gelangte im Jahre 1908 als Geschenk des Amtsgerichts Beetzendorf in die Sammlung des Altmärkischen Museums. Es datiert in das Jahr 1712. Knopf und Parierstange sind ...

Mörser mit Pistill, 1727
(Museum Weißenfels - Schloss Neu-Augustusburg)

Der Mörser hat eine zylindrische Form, mit weit ausladendem Rand. Die beiden rechteckigen Henkel beginnen in der Mitte des Mörsers und gehen bis zum Randansatz. Im Bereich der beiden ...

Münzwerkstatt en miniature
(Kulturstiftung Sachsen-Anhalt - Kunstmuseum Moritzburg)

Im Verhältnis zu grafischen und gemalten historischen Darstellungen sind dreidimensionale münztechnische Modelle nur sehr selten und wenn, vor allem als Schmuck- und Schauobjekt ...

The Rake’s Progress (Der Weg des Liederlichen) 6. Platte
(Winckelmann-Museum Stendal)

u.r.: Pl. 6 u.l.: W. Hogarth inv. & pinx. Riepenhausen del & sculps. Das Bild stammt von dem sozialkritischen britischen Maler und Grafiker William Hogarth (1697-1764). Er gilt als ...

Strickendes Mädchen
(Kulturstiftung Sachsen-Anhalt - Kunstmuseum Moritzburg)

Darstellung eines strickendenden kleinen Mädchens mit gesenktem Kopf. Das Aquatinta-Verfahren erlaubt feine Abstufungen zwischen hellen und dunklen Bildstellen, was der Druckgrafik ...