Aufklärung in Sachsen-Anhalt

Lebenswelten im 18. Jahrhundert.

Die Alltagskultur der Aufklärung ist vielfältig.

Neben dem Alltag der aufgeklärten Eliten aus Adel und Bürgertum umfasste die Alltagskultur ebenso die Lebenswelt der Menschen, die aufgeklärt werden sollten, landläufig oft als "das einfache Volk" beschrieben. Sämtliche Lebensbereiche zur Zeit der Aufklärung waren abhängig von der Standeszugehörigkeit. Was man aß und wie man sich kleidete, der Zugang zu medizinischer Versorgung, wie man wohnte, alles war bestimmt durch das soziale Setting, in das man geboren worden war. Während beispielsweise in den unteren Schichten die Arbeit und das alltägliche Leben zumeist in den selben Räumen stattfanden, veränderte sich die bürgerliche Wohnkultur hinsichtlich einer Aufteilung von privaten und öffentlichen Bereichen. Auch der Gebrauch von Besteck, bis dato ein Moment adeliger Tischkultur, setzte sich im 18. Jahrhundert im Bürgertum durch. Kaffee, Tee oder Kakao galten als Luxus und waren nur wenigen vorbehalten.

 

2018-11-11

Quellen und Links ...

Objekte zum Thema ...

Bettlerdarstellung Blatt aus der Serie "Variationen über das Thema Ein freyes Leben führen wir"
(GLEIMHAUS Museum der deutschen Aufklärung)

Ludwig Buchhorns "Bettlerjunge" ist Teil einer um 1800 entstandenen Serie von Variationen über das Thema "Ein freyes Leben führen wir". Es handelt sich hierbei um eine grafische ...

Dame am Tafelklavier
(GLEIMHAUS Museum der deutschen Aufklärung)

Bei dem abgebildeten Tasteninstrument handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um ein Tafelklavier: Nachdem die Klaviermechanik an sich erst 1700 in Italien erfunden worden ist, ...

Zwei Offiziere des Regiments Herzog von Braunschweig, Garnison Ballenstedt
(GLEIMHAUS Museum der deutschen Aufklärung)

Der Patriot des 18. Jahrhunderts erkannte die Regimenter und Waffengattungen an ihren Uniformen. Diese Kenntnis ging auf die populäre Gattung der Uniformdarstellungen zurück. ...

12 Darstellungen von Episoden aus dem Siebenjährigen Krieg
(GLEIMHAUS Museum der deutschen Aufklärung)

Auch das 18. Jahrhundert war eine Epoche der Kriege. Es sah Preußen zur europäischen Großmacht aufsteigen. Eine Folge dieses Aufstieges war ein preußischer Patriotismus, der sich ...

Der Kinderfreund
(GLEIMHAUS Museum der deutschen Aufklärung)

Der Vater in Hausrock und Hausmütze im Sessel sitzend, Bierkrug und Tabakspfeife auf dem Tisch, hat den Stock gegen seinen Sohn erhoben, der sich hinter seinen Armen zu verbergen sucht. ...

Ansicht der Gegensteine bei Ballenstedt am Harz
(GLEIMHAUS Museum der deutschen Aufklärung)

In alltagsgeschichtlicher Hinsicht interessiert an dieser Ansicht der Gegensteine bei Ballenstedt, die Anton Balzer um 1800 zeichnete und in Kupfer stach, insbesondere der Hirt, der hier im ...

"Gymnastik für die Jugend". Enthaltend eine praktische Anweisung zu Leibesübungen
(Städtische Museen Quedlinburg / Klopstockhaus)

Der vollständige Titel dieser Schrift GutsMuths im Klopstockhaus lautet: "Gymnastik für die Jugend". Enthaltend eine praktische Anweisung zu Leibesübungen. Ein Beytrag zur nöthigsten ...

Herrenanzug
(Altmärkisches Museum Stendal)

Dieser Herrenanzug aus dem ausgehenden 18. Jahrhundert wurde dem Museum im Jahre 1948 von den Erben des Dr. Große (Stendal) gestiftet. Das Obermaterial ist ein beidseitig stark gerautes, ...

Herrenweste
(Altmärkisches Museum Stendal)

Diese Weste wurde im Jahre 1948 von den Erben des Dr. Große (Stendal) erworben. Sie besteht aus cremefarbenem Seidenrips (Gros de Tours*), dessen Webekante drei rote Streifen aufweist. ...

Herrenweste
(Altmärkisches Museum Stendal)

Diese Weste wurde im Jahre 1948 von den Erben des Dr. Große (Stendal) erworben. Sie besteht aus einem fein gestreiftem rosé Seidentaft (Pekin*). Die Vorderteile und Taschenklappen sind ...

Caraco (Schoßjacke)
(Altmärkisches Museum Stendal)

Diese Damenjacke wurde 1914 aus einem Stendaler Haushalt erworben. Das Obermaterial ist cremefarbene Seide mit einem Grund in Leinwandbindung, das Grundmuster ist mit flottierenden ...

Caraco (Schoßjacke)
(Altmärkisches Museum Stendal)

Diese insgesamt sehr verbrauchte Damenjacke gelangte im Jahre 1899 von einer Familie aus Lindstedterhorst ins Museum. Das Obermaterial ist ein blauer Halbseidenstoff (ein Fadensystem aus ...

Herrenweste
(Altmärkisches Museum Stendal)

Diese inzwischen stark in Mitleidenschaft gezogene Herrenweste wurde dem Museum im Jahre 1903 von einer Familie aus Karritz gestiftet. Das Hauptmaterial ist ein dunkelblauer Seidenatlas ...

Frauen-Oberteil, Caraco
(Freilichtmuseum Diesdorf)

Obermaterial: Wolle in Leinwandbindung, kariert in Rot-Braun- und Grün-Tönen (Schuss dunkel- und hellrot, Ketteinzug gestreift), gewachst, Futter: Leinen (verschiedene Sorten); Die im ...

Zierschürze
(Prignitz-Museum am Dom Havelberg)

Diese Zierschürze wurde um 1800 aus einem etwas älteren Seidentaft changeant (vermutlich Ende 18. Jh.) gearbeitet. Die Kette besteht aus feiner grünlicher, der etwas stärkere Schuss aus ...

Trachtenhaube
(Prignitz-Museum am Dom Havelberg)

Bei dieser Haube handelt es sich um eine sogen. Zweistückmütze, d. h. sie wurde aus zwei Hälften mit einer Mittelnaht zusammengefügt. Das Obermaterial bildet ein cremefarbener, ...

Rechnungsbuch Kirche Eichenbarleben
(Museum Wolmirstedt)

Das Rechnungsbuch der Kirche Eichenbarleben besteht aus 26 Seiten und umfasst die Jahre 1709-1710. Im Einzelen geht es um die Einnahme von Zinsen, Einnahme Rochau, Ausgabe Briezen, Ausgabe ...

Kaufbrief über den Klopstockischen Garten
(Städtische Museen Quedlinburg / Klopstockhaus)

Zum Geburtshaus des Dichters Friedrich Gottlieb Klopstock (1724-1803) gehörte im 18. Jahrhundert ein Garten mit Gartenhaus und Brunnen. Aus Geldmangel wurde dieser 1771 von der Familie ...

Titelvignette zu Heinrich Matthias August Cramers Unterhaltungen zur Beförderung der häuslichen Glückseligkeit (Berlin 1781)
(Winckelmann-Museum Stendal)

u.r.: D. Chodowiecki del. & sculp. 1780 Das Bild stammt von dem berühmten deutschen Kupferstechers Daniel Chodowiecki (1726 - 1801). Eine siebenköpfige Familie hat sch um einen Tisch ...

Frisierstuhl
(Kulturstiftung Dessau-Wörlitz)

Polsterstuhl auf vier kannelierten, sich nach unten verjüngenden Säulenbeinen mit halbkugeligen pinienzapfenartigen Füßen zwischen den Beinen befindet isch ein Kreuzsteg, darauf eine ...

Teebüchse
(Kulturstiftung Dessau-Wörlitz)

Die Teebüchse ist aus einer Kokosnuss gefertigt, der Korpus ist mit geschnitztem Rankenwerk, Phönixdarstellungen und chinesischen Ornamenten verziert. Der beschnitzte Deckel mit Knauf ...

Teebehälter
(Kulturstiftung Dessau-Wörlitz)

Flache hölzerne Teedose in mehr geschwungener Form auf einem schwarz-goldenen Sockelelement. Der Korpus zeigt als Intarssie drei stehende Chinesen. Bienen und Schmetterlinge umgeben sie. ...

Zweiteilige Bratpfanne, zweite Hälfte 18. Jahrhundert
(Museum Weißenfels - Schloss Neu-Augustusburg)

Zweiteilige Bratpfanne. Die hart gebrannte Keramik hat eine gelb/hellbraune Innen- und Außenglasur. Der Deckel ist mit einem Bandhenkel (mit eingedrückten Ende) versehen. Innen die Zahl ...

Waschbecken mit Besitzergravur
(Museum Schloss Moritzburg Zeitz)

Das schlichte Waschbecken trägt die Besitzergravur CARL CHRISTIAN MÜLLER Anno 1747. Manche Inschriften auf derartigen Becken deuten darauf hin, dass solche Waschbecken gern zu Hochzeiten ...

Aus Kupferblech getriebene Schnupftabaksdose
(Museum Schloss Moritzburg Zeitz)

Das Bäckerwappen und die Jahreszahl 1746 wurden in den Deckel der Dose graviert. Die Meister der Bäckergilde konnten sich dank ihrer bei ihren Besprechungen reihum mit Schnupftabak ...

Brief von Gleim an Ewald Christian von Kleist, 20.1.1758
(GLEIMHAUS Museum der deutschen Aufklärung)

Keine Quelle könnte die verzweifelte Lage nach dem Einmarsch eines französischen Exekutionskommandos drastischer beschreiben als der Brief Gleims an Kleist vom 20. Januar ...

Beleg über eine Einquartierung bei Johann Justinus Gebauer
(Stadtmuseum Halle)

Der Vordruck mit dem Siegel der Stadt Halle über die Aufnahme von zwei Soldaten und einer Frau diente dem Hausbesitzer als Nachweis, dass er seiner Pflicht zur Aufnahme von ...

Schrittmesser
(Museum Schloss Moritzburg Zeitz)

Bereits Leonardo da Vinci skizzierte nach Beschreibungen von Vetruv (um 24 v. Ch.) einen mechanischen Schrittzähler für Menschen und Pferde. Die Vermessung von Wegen war für die ...

Ziertisch mit Perlenmosaikplatte
(Städtische Museen Quedlinburg / Klopstockhaus)

Dieses Ziertischchen mit der Tischplatte in Perlenmosaikarbeit, die einen Chinesen in stilisierter Landschaft zeigt, ist mit schwarz gestrichenem stark geschweiften Tischrand und ebenfalls ...

Toilettentisch
(Kulturstiftung Dessau-Wörlitz)

Toilettentisch aus Birnbaumholz mit kleinen Messinggriffen und Kästen. Im Inneren ein aufstellbarer Spiegel, Fächer- und Kästeneinteilung für Schminkutensilien und Kämme. Stegbrett ...

Reisebesteck bestehend aus Löffel, Zweispitzgabel und Messer, Mundzeug mit Jagdmotiven
(Museum Weißenfels - Schloss Neu-Augustusburg)

Löffel, Zweispitzgabel, Messer Alle Geräte tragen beidseitigen Ornamentschmuck und reliefierte Jagdmotive (Hirsch und Jäger, Hasen von Jagdhunden getrieben). Die Bestecke sind ...

Kaffeekanne mit Holzhenkel
(Museum Schloss Moritzburg Zeitz)

Die Birnenform ist in aller Welt die vertrauteste Form der Kaffeekanne. Zinngießer stellen seit dem 18. Jahrhundert diese "Türkenkannen" her. Diese Bezeichnung orientiert sich am Inhalt , ...

Öllampe
(Kulturstiftung Sachsen-Anhalt - Kunstmuseum Moritzburg)

Die Öllampe hat einen breiten Standteller mit Wulstring, einen einfachen Schaft mit Henkel sowie einen bauchigen Ölbehälter mit aufklappbarem Deckel und Dochtarm. Auf dem Deckel ist ein ...