Brandenburgisches Glas

Deckelflöte mit dem goldstaffierten Monogramm Friedrich Wilhelms I.

Flöte mit zugehörigem Deckel aus farblosem Glas, zarter Scheibenfuß, massiver Balusterschaft zwischen Ringscheiben, angesetzt eine trichterförmige, sehr hohe Kuppa. Deren Wandung ist mit dem fein geschnittenen Ligaturmonogramm von Friedrich Wilhelm I "FWR" (Fridericus Wilhelmus Rex) auf einer Kartusche, getragen von einem Schwarzen Adler, darüber eine Krone, in feiner Goldstaffage dekoriert, begleitet von allerlei flott gemalten Kriegstrophäen und Standarten. Der Mündungs- und Deckelrand sind vergoldet, ebenso der schlichte, massive Knauf. Die Flöte hat ein Pendant mit dem Monogramm des Kronprinzen Friedrich (Inv. Nrn. XIII 861). Überlieferte Pokale mit goldstaffiertem Dekor datieren die Gläser in die 1730er Jahre. Damit könnte es noch aus der Potsdamer Hofglashütte stammen, oder bereits aus deren Nachfolgerin in Zechlinerhütte. Das Flötenpaar stammt – wie auch ein Deckelpokal, der von dem gleichen Glasmaler dekoriert worden sein dürfte (Inv. Nr. XIII 859), aus dem Inventar von Schloss Schlobitten und wurde 1978 aus der Sammlung Dohna mit Mitteln der Deutschen Klassenlotterie angekauft. Pokal und Deckel zeigen fortgeschrittene Anzeichen der Glaskrankheit. [Verena Wasmuth]

(Object from: Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg Original entry)

Material /Technique ...

Glas, farblos, vergoldet

Measurements ...

Hauptmaß: Höhe, mit Deckel: 33.00 cm Höhe, ohne Deckel: 26.30 cm Durchmesser: 7.00 cm

Hergestellt ...

... Who:

... When:1730-1736

... Where:Potsdam 

Hergestellt ...

... Who:

... When:1737-1740

... Where:Zechlinerhütte 

Wurde genutzt ...

... Who:

... When:Vor 1945

... Where:Schloss Schlobitten 

[Person-Körperschaft-Bezug] ...

... Who:

Literatur ...

  • Grommelt, Carl / Mertens, Christine von: Das Dohnasche Schloss Schlobitten in Ostpreußen, Stuttgart 1962 (Bau- und Kunstdenkmäler des deutschen Ostens, Bd. 5), S. 321, 330, Abb. 316 a.