Brandenburgisches Glas

Logenglas mit stehendem Bären

Sogenannte "Kanone" aus farblosem Glas mit rundgestauchtem, massivem Fuß. Auf der konischen Wandung die geschnittene und vergoldete Darstellung eines aufgerichteten Bären mit Krone und Halsband auf einem Landschaftssockel, der ein von einer sich in den Schwanz beißenden Schlange geformtes Rundmedaillon mit Rocaillen trägt. Schnitt und Vergoldung. Das Medaillon sind drei Zirkel im Dreieck angeordnet, dazwischen die Buchstaben C, H und M. Mündungsrand ebenfalls vergoldet. Der Bär steht eventuell für die Hannoveraner Loge "Zum Schwarzen Bär", gegründet 1774, deren Siegel anfänglich einen Bären auf vier Füßen abbildet und ab 1786 einen aufgerichteten Bären, allerdings mit einer Säule. Deshalb ist wahrscheinlicher, dass sich die Darstellung auf das Wappentier Berlins bezieht. Die Initialen konnten nicht aufgelöst werden. Bei den Zirkeln handelt es sich um eines der Hauptsymbole der Freimaurerei. Die das eigene Ende fassende Schlange symbolisiert gemein die Ewigkeit und den ewigen Wechsel von Werden und Vergehen. Das Glas wurde 1978 mit Lottomitteln im Kunsthandel erworben. Eine brandenburgische Herkunft kann nicht zweifelsfrei belegt werden. [Verena Wasmuth]

(Objekt aus: Stiftung Stadtmuseum Berlin Originaleintrag)

Material/Technik ...

Glas / geformt, geschnitten, vergoldet

Maße ...

Höhe: 13,5 cm; Durchmesser: 9,8 cm

Hergestellt ...

... wer:

... wann:1775-1825 [circa]

... wo:Brandenburg [wahrsch.]