Brandenburgisches Glas

Tablett einer Plat de Ménage

Oktogonales Tablett aus farblosem Glas mit hochgezogenem, vergoldetem Rand, flachgeschliffener Boden mit großer Bodenkugel. Dieses Tablett gehört zu einer Plat de Ménage (Plattmenage), einem Essgeschirr zur Aufbewahrung von Gewürzen, in diesem Fall bestehend aus vier Glasobjekten, diesem Tablett, einem Gefäß für Tafelsenf oder Sauce und zwei Flaschen für Essig und Öl. Die Stücke aus der Sammlung Stropp, Ruppin, wurden am 27.03.1890 in der Restauktion der Zechliner Glashütte beim Auktionshaus Lepke in Berlin für das Märkische Provinzialmuseum erworben. Sie wurden vermutlich im Jahr 1746 von der Zechliner Hofglashütte hergestellt (Die Schatullrechnungen Friedrichs des Großen, Beleg - Nr. 302 - Blatt / Stengel-Nr. 406). Das Konvolut wurde laut Karteikarte angeblich für Schloss Rheinsberg gemacht. Schatullbeleg und Zugangsinformation machen eine Zuschreibung der Plat de Ménage an die brandenburgische Hofmanufaktur möglich, obgleich sie sich nicht weiter von Produkten böhmischer Hütten unterscheidet (vgl. Rückert, Die Glassammlung des Bayerischen Nationalmuseums, 1982, Taf. 211). Formal könnte sie auch im letzten Viertel des 18. Jahrhunderts entstanden sein. [Verena Wasmuth]

(Objekt aus: Stiftung Stadtmuseum Berlin Originaleintrag)

Material/Technik ...

Glas / in Hilfsmodel geblasen, geformt, geschliffen, vergoldet

Maße ...

Länge: 32 cm; Breite: 27,3 cm; Höhe: 2,8 cm