Brandenburgisches Glas

Flasche einer Plat de Ménage

Flakon aus farblosem Glas mit Stöpsel, flachgeschliffener Boden mit großer Bodenkugel. Die gesamte zur Mitte gekehlte Wandung ist 16-fach facettiert und geht am Mündungsrand in Zellen über. Die in Rundbögen auslaufenden Facettenkanten sind goldstaffiert. Der zugehörige Stöpsel aus einem 10-fach facettierten Massivnodus mit hoch darauf aufgebautem, facettiertem Knauf ist ebenfalls teilvergoldet. Dieses Gefäß gehört zu einer Plat de Ménage (Plattmenage), einem Essgeschirr zur Aufbewahrung von Gewürzen, in diesem Fall bestehend aus vier Glasobjekten, neben dieser Flasche noch eine zweite, wohl für Essig und Öl, ein Gefäß für Tafelsenf sowie ein Tablett. Das Konvolut wurde um 1780 in der Zechliner Hütte hergestellt, laut Karteikarte angeblich für Schloss Rheinsberg. Das Museum erwarb die Stücke am 27.03.1890 en bloc aus der Sammlung Stropp, Ruppin, bei der Restauktion der Zechliner Hütte von Rudoph Lepke's Kunstauktionshaus in Berlin. [Verena Wasmuth]

(Objekt aus: Stiftung Stadtmuseum Berlin Originaleintrag)

Material/Technik ...

Glas / modelgeblasen, geformt, beschliffen, poliert, vergoldet

Maße ...

Höhe: 21,5 cm; Durchmesser: 5,8 cm

Hergestellt ...

... wer:

... wann:1775-1785

... wo:Brandenburg 

[Geographischer Bezug] ...

... wo:Schloss Rheinsberg