Römische Münzen aus der württembergischen Kunstkammer

"Paduaner" nach einem Sesterz des Titus mit Darstellung der Iudaea capta

Im Jahre 66 n. Chr. erhoben sich in Judäa große Teile der Bevölkerung gegen die staatliche und religiöse Unterdrückung durch die römischen Besatzer. Kaiser Nero entsandte den Feldherrn Vespasian und dessen Sohn Titus, um den Aufstand niederzuschlagen. Nach langen und sehr verlustreichen Kämpfen konnten die Römer im Jahr 70 n. Chr. Jerusalem erobern und die Erhebung beenden. Vespasian und Titus, die beide zu Kaisern aufstiegen, feierten diesen Erfolg auch auf Münzen, auf denen die trauernde Judäa dargestellt ist: Die Personifikation der unterworfenen Provinz sitzt neben einer Palme und stützt ihren Kopf im Trauergestus in die linke Hand. Diese Prägung ist jedoch keine originale Münze aus dem ersten nachchristlichen Jahrhundert, sondern eine Imitation, die während des 16. Jahrhunderts in Padua hergestellt wurde. [Matthias Ohm]

(Objekt aus: Landesmuseum Württemberg Originaleintrag)

Material/Technik ...

Bronze

Maße ...

D. 32 mm, G. 19,13 g