Römische Münzen aus der württembergischen Kunstkammer

"Paduaner" nach einem Sesterz des Vespasian mit Darstellung der Roma resurgens

Auf ihrer Rückseite thematisiert diese Prägung die Wiederherstellung der Stadt Rom nach den Bränden während der Herrschaft Neros und nach den Kämpfen im "Vierkaiserjahr". Vespasian, der den Machtkampf für sich hatte entscheiden können, begann mit einer intensiven Bautätigkeit in Rom. So ließ er das Kapitol wieder errichten, das in den Wirren des Jahres 69 n. Chr. zerstört worden war, und begann mit dem Bau des flavischen Amphitheaters, des "Kolosseums". Die Inschrift lautet ROMA RESVRGE(n)S - die Stadt Rom, die sich wieder erhebt. Gezeigt ist der Kaiser, wie er, von der Göttin Minerva begleitet, der vor ihm knienden Roma die Hand reicht und ihr wieder aufhilft. Diese Prägung stammt nicht aus der Zeit Kaiser Vespasians, sondern ist eine Imitation des römischen Sesterzes, die im 16. Jahrhundert in Padua hergestellt wurde. [Matthias Ohm]

(Objekt aus: Landesmuseum Württemberg Originaleintrag)

Material/Technik ...

Bronze

Maße ...

D. 33 mm, G. 22,32 g