Römische Münzen aus der württembergischen Kunstkammer

"Paduaner" nach einem Sesterz des Caligula mit Darstellung seiner drei Schwestern

Während des 16. Jahrhunderts entstanden in Padua Imitationen antiker Münzen, vor allem römischer Sesterze. Die Nachahmungen wurden - nach der Argumentation ihrer Hersteller - nicht als Fälschungen geschaffen, sondern um Sammlern einen Ersatz für die seltenen Originale anzubieten. Dieser "Paduaner" imitiert einen Sesterz des Caligula. Wie die Inschriften mitteilen, zeigt die Rückseite die drei Schwestern des Kaisers: Agrippina die Jüngere, Drusilla und Julia Livilla. Die drei Frauen sind mit den Attributen von Göttinnen dargestellt: Agrippina als Securitas stützt sich auf eine Säule, Drusilla als Concordia trägt eine flache Opferschale (Patera), und Julia Drusilla als Fortuna stützt sich mit der rechten Hand auf ein Steuerruder. Alle drei Frauen halten Füllhörner als Zeichen des Wohlstands in Händen. [Matthias Ohm]

(Objekt aus: Landesmuseum Württemberg Originaleintrag)

Material/Technik ...

Bronze

Maße ...

D. 33 mm, G. 24,51 g