Römische Münzen aus der württembergischen Kunstkammer

As des Domitian mit Darstellung des Tempels der Salus Augusti

Salus galt seit der Zeit der Flavier als eines der bedeutendsten Ideale des römischen Kaisertums. Die Personifikation der Gesundheit und Sicherheit wurde schon seit der frühen Republik in einem Tempel auf dem Quirinal verehrt. Dieser As des Domitian, der nach dem überraschenden Tod seines Bruders Titus nach nur gut zwei Jahren Regierungszeit den Kaiserthron bestieg, zeigt die Einfassung des Altars für Salus mit geschlossenen Doppeltüren. Umrahmt wird das Bild von der Beischrift SALVTI AVGVST(i) - für das Wohl des Kaisers, das als Grundlage für das Staatswohl galt. Salus soll hier nicht nur die persönliche Gesundheit des Herrschers zum Ausdruck bringen, sondern damit verbunden auch das Wohlbefinden des Volkes sowie ein allgemeines Sicherheitsgefühl. Auch wenn der als gierig und tyrannisch verschriene Domitian so unbeliebt war, dass er schließlich einer Verschwörung zum Opfer fiel und ermordet wurde, bemühte er sich, für den Staat zu sorgen: Nach seiner autokratischen Herrschaftsauffassung musste sich ein Kaiser nämlich wie ein guter Vater um seine Untertanen kümmern. [Veronika Lobe]

(Objekt aus: Landesmuseum Württemberg Originaleintrag)

Material/Technik ...

Bronze

Maße ...

D. 29 mm, G. 11,46 g