Römische Münzen aus der württembergischen Kunstkammer

Dupondius des Titus mit Darstellung der Iudaea capta

"Entweder werden mir meine Söhne auf den Thron folgen oder niemand!" (Suet. Vesp. 25). Dieses klare dynastische Prinzip unterstrich Vespasian immer wieder durch Münzprägungen auf seine beiden Söhne Titus und Domitian. Der Dupondius zeigt auf der Vorderseite seinen Erstgeborenen Titus und auf der Rückseite die Erinnerung an den Triumph über Judäa: Eine trauernde Frau, die personifizierte Judäa, sitzt neben einer Palme, umgeben von den Waffen der Besiegten. Titus hatte bei diesem wichtigen Sieg eine entscheidende Rolle gespielt und mit der Einnahme Jerusalems und der Zerstörung des Tempels den sogenannten Jüdischen Krieg beendet. Mit dem erneuten Aufgreifen dieses Themas auf Münzen wird die durch den militärischen Erfolg geschaffene Grundlage des Herrschaftsanspruchs der Flavier erneut in Erinnerung gerufen.[Veronika Lobe]

(Objekt aus: Landesmuseum Württemberg Originaleintrag)

Material/Technik ...

Bronze