Römische Münzen aus der württembergischen Kunstkammer

As des Galba mit aquila und prora

Nach Neros Tod 68 n. Chr. begann im sogenannten Vierkaiserjahr ein Machtkampf um dessen Nachfolge. Zunächst hatte der Senat Servius Sulpicius Galba als Kaiser anerkannt. Dieser verlor jedoch bald durch unpopuläre politische Entscheidungen seinen Rückhalt im Volk und im Militär und wurde nach kurzer Zeit ermordet. Auf Galba folgten Otho und Vitellius, bis sich schließlich 69 n. Chr. Vespasian als Kaiser durchsetzen konnte. Obwohl Galbas Prinzipat nur sieben Monate lang währte, ließ er in dieser Zeit eine Vielzahl von Münzen mit verschiedenen Bildern ausgeben. Auf der Rückseite dieses Asses ist zwischen zwei Standarten eine aquila (lat. Adler), das Feldzeichen der römischen Legionen, dargestellt. Die drei Feldzeichen sind jeweils mit einem kaum mehr auszumachenden Schiffsbug (prora) versehen, dem Sinnbild der römischen Seemacht. [Noreen Klingspor]

(Objekt aus: Landesmuseum Württemberg Originaleintrag)

Material/Technik ...

Bronze