Römische Münzen aus der württembergischen Kunstkammer

Dupondius des Galba mit Darstellung der Friedensgöttin

Im Jahr 68 n. Chr. formierte sich eine breite Opposition gegen die Herrschaft Neros. Am 3. April ließ sich der Heerführer Galba von seinen Truppen zum Kaiser ausrufen. Der Senat in Rom bestätigte ihn als neues Staatsoberhaupt und erklärte Nero zum Feind des Volkes. Als Galba mehr und mehr Unterstützer fand, glaubte sich Nero in einer ausweglosen Situation und beging im Juni 68 n. Chr. Selbstmord. Nach diesen Wirren sollten nun friedliche Zeiten anbrechen, wie Galba auch auf seinen Münzen propagierte. Die Rückseite dieses Dupondius zeigt die nach links stehende Friedensgöttin Pax mit einem Ölzweig in der rechten und einem Füllhorn in der linken Hand. Die Inschrift beschwört die PAX AVGVSTA, den kaiserlichen Frieden. Dieser Wunsch sollte sich jedoch nicht erfüllen. Im "Vierkaiserjahr" 69 n. Chr. kämpften neben Galba auch Otho, Vitellius und Vespasian um die Kaiserwürde. Im Zuge dieser Auseinandersetzungen wurde Galba von Anhängern des Otho ermordet. [Matthias Ohm]

(Objekt aus: Landesmuseum Württemberg Originaleintrag)

Material/Technik ...

Kupfer

Maße ...

D. 27 mm, G. 12,53 g