Römische Münzen aus der württembergischen Kunstkammer

Sesterz des Tiberius mit Darstellung des Concordiatempels

Concordia, die Personifikation der Eintracht, ist eine der altrömischen Göttinnen - ihr zu Ehren wurde bereits im 4. Jh. v. Chr. ein Tempel geweiht, zum Gedächtnis an das Ende der Ständekämpfe zwischen Patriziern und Plebejern im Jahre 367 v. Chr. Als Tiberius während seiner Regierungszeit einen neuen Tempel errichten ließ, wurde dieser 10 n. Chr. der Concordia Augusta geweiht - der kaiserlichen Eintracht, nicht mehr der republikanischen Concordia. So verwundert es nicht, dass sie auch häufig Münzen der Kaiserzeit zierte - versehen mit den Attributen des Füllhorns (cornucopia) und der Opferschale (patera). Die hier beschworene Eintracht bezog sich auf die Personen der Kaiserfamilie. [Lilian Groß]

(Objekt aus: Landesmuseum Württemberg Originaleintrag)

Material/Technik ...

Bronze

Maße ...

D 36 mm; G 26,86 g