Archäologie der anhaltischen Fürsten

Johann Christoff Beckmann, Historie des Fürstenthums Anhalt

Vollständiger Titel: Johann Christoff Beckmann, Historie des Fürstenthums Anhalt. In sieben Theilen verfasset. Von dessen Alten Einwohnern und einigen annoch vorhandene Alten Monumenthen/ Natürlicher Gütigkeit/ Eintheilung/ Flüssen/ StaetenI/ Flecken und Dörfern/ Fürstl. Hoheit/ Geschichten der Fürstl. Personen/ religions-Handlungen/ fürstlichen Ministris, adelichen Geschlechtern/ Gelehrten / und anderen Bürger-Standes Vornehmen Leuten. Abgefasset von Johann Christoff Beckmannen. ZERBST. In Verlegung Gottfried Zimmermanns/ MDCCX. Johann Christoph Beckmann (1641 Zerbst - 1717 Frankfurt/ Oder) verfasste 1710 dieses enzyklopädische landeskundliche Werk zu Anhalt. Er gilt damit recht zu Recht als der Historiograph Anhalts. Unter anderem verdanken wir ihm die erste Erwähnung vieler archäologischer Geländedenkmäler, von denen er das bekannte Großsteingrab "Teufelskeller" bei Wulfen/ Drosa als Stich veröffentlicht. Zugleich bildet er in seinem Werk (Teil 1) einige archäologische Funde ab. Es handelt sich um Objekte aus einem spätbronzezeitlichen Steinkistengrab bei Wulfen. Für diesen Befund von 1692 führt er auch nähere Angaben zu Fundumständen aus. Bei dem Bericht des Amtmannes Müller handelt es sich somit um den ersten überlieferten Fundbericht aus Anhalt. Eine der aufgefundenen Urnen erregte wegen ihrer Größe Aufsehen und wurde in der Erstveröffentlichung durch A. Olearius (1599-1671) 1694 als "Großmutter aller Urnarum" bezeichnet. Im Prinzip blieb das epochale Werk bei aller zeitgebundenen Beschränkung für über 200 Jahre im Bereich der anhaltischen "Regionalarchäologie" die wichtigste Publikation.

(Objekt aus: Museum Schloss Bernburg Originaleintrag)

Maße ...

ca. 18,5 x 25,5 cm