Archäologie der anhaltischen Fürsten

Porträt von Alexius Friedrich Christian von Anhalt- Bernburg (1767-1834), Brustbild von vorn

Das Gemälde zeigt den regierenden Herzog von Bernburg-Anhalt im letzten Drittel seines Lebens im Brustbild von in repräsentativer Paradeuniform. Das Gemälde von Gerhard von Kügelgen (1772 - 1820), einem berühmten Porträtmaler und Freund von Caspar David Friedrich. Sein Sohn Wilhelm (1802-1867) kam 1833 als Hofmaler an den Hof der anhalt-bernburgischen Sommerresidenz nach Ballenstedt. Alexius erhielt als einziger Sohn des Fürsten Friedrich Albrecht eine vortreffliche Erziehung. Er stand als aufgeklärter Fürst unter Einfluss der Ideen Rosseaus. Unter seiner Regierung (ab 1796) vergrößerte sich das Territorium Anhalt-Bernburgs durch Territorien aus dem Besitz der ausgestorbenen Zerbster Linie. Der Herzog sorgte für die Verbesserung des Schulwesens, baute und vergrößerte viele Kirchen und Schulen. Weiter wandte er sich dem Ausbau des Straßennetzes, dem Bergbau und Hüttenwesen zu. Zu den bekannteren seiner Projekte zählen der Bau des heutigen Carl-Maria-von-Weber-Theaters in Bernburg und die Gründung von Alexisbad im Selketal 1810. Von religiöser Toleranz geprägt, verwirklichte er in seinem Land 1820 die Union der beiden protestantischen Glaubensbekenntnisse. Im Jahr 1826 trat sein Land dem Deutschen Zollverein bei. 1828 begann er die Separationen und Grundentlastungen, und 1829 stiftete er eine allgemeine Beamten-, Witwen- und Waisenkasse. Von Franz II., dem deutschen König und römischen Kaiser, erhielt er für sich und seine Nachkommen 1806 den herzoglichen Titel. Nach dem Ende des Heiligen Römischen Reichs trat er, im Jahre 1807 dem Rheinbund bei. Ein Kontingent seiner Truppen kämpfte für Napoleon in Tirol, Spanien, Russland, Danzig und bei Kulm. Am 1. Dezember 1813 trat er aus dem Rheinbund aus und sandte seine Truppen mit den Verbündeten 1814 und 1815 nach Belgien und Frankreich. Am 8. Juni 1815 trat er dann dem Deutschen Bund bei. Alexius Friedrich Christian war vielseitig interessiert und den Strömungen seiner Zeit aufgeschlossen. So nahm er am zu seiner Regierungszeit beginnenden Interesse an der vaterländischen Altertumskunde, besonders in seinen letzten Lebensjahren Anteil. Hiervon zeugt u.a. seine Mitgliedschaft in der Königlichen Gesellschaft für Nordische Altertumskunde zu Kopenhagen und die mit dieser Institution geführte Korrespondenz.

(Objekt aus: Museum Schloss Bernburg Originaleintrag)

Material/Technik ...

Öl auf Leinwand

Maße ...

64 x 47 cm